Horton Plains Nationalpark

Im zentralen Hochland Sri Lankas befindet sich der Horton Plains Nationalpark. Er ist bekannt für seine unzähligen Wanderwege und seiner vielfältigen Vegetation. Besonders aktive Urlauber sollten den Park besuchen: verschiedene Schwierigkeitsgrade der Routen, einheimische Tiere, idyllische Flüsse und unberührte Natur sind Bestandteil des Gebietes. Ein tolles Ereignis ist die Wanderung zum „World Ends“, wo man auf einer Klippe in rund 800m Tiefe blicken kann. Der Horton Plains Nationalpark bietet ein ganz eigenes Erlebnis und besticht mit unberührter Natur, die von einer bunten Tierwelt bewohnt ist. 

Lage und Anreise

Der grüne Nationalpark befindet sich im zentralen Hochland auf ca. 2000 m Höhe der Insel und wird eingegrenzt von den beiden Städten Nuwara Eliya und Haputale. Zwei weitere markante Punkte sind die Kirigalpotta (2.395 m) und Totapola (2.359 m) Berge. Der Horton Plains Nationalpark ist einfach zu erreichen. Es gibt regelmäßige Bahnverbindungen zu den Städten Nuwara Eliya, Haputale und Ohiya. Viele Touristen entscheiden sich für eine entspannte Nachtfahrt im Schlafwagon nach Ohiya. Vom Bahnhof in Ohiya kann man sofort mit einer Wanderung starten oder mit dem Taxi zu einem der vielen Wandereinstiege fahren.

Was gibt es zu sehn und was kann man unternehmen

Ganz anders als man es von Sri Lanka erwartet, werden Sie von einer saftigen, grünen Vegetation in Empfang genommen. Das Landschaftsbild ist von malerischen Wasserfällen, matschigen Sumpfgebiete, wilden Büschen und idyllischen Seen geprägt. Durch die Vielfalt sind über die Jahre einzigartige Feuchtbiotope entstanden, die auch der Tierwelt etliche Lebensräume bietet. Drei rauschende Flüsse entspringen in dem Nationalpark und suchen sich ihre Wege durch die Insel. Aktive Touristen sind hier genau richtig! Auch ohne einen einheimischen Guide, aber mit richtiger Kleidung, dürfen die Besucher den Park auf eigene Faust erkunden. Es gibt verschiedenste Wanderwege, die für Klein & Groß geeignet sind und die einzelnen Routen sind durch diverse Schwierigkeitsgrade gezeichnet. Eines der meist besuchten Ziele ist das „Ende der Welt“. Der Weg führt vorbei an dem dicht bewachsenen Umland und bietet genügend Gelegenheiten, um eine kurze Verschnaufpause einzulegen. Wenn man nach ca. 3 Stunden Trekking vor einem 825m tiefen Abgrund steht, weiß man, dass man „The World´s End“ erreicht hat. Besonders empfehlenswert ist es in den frühen Morgenstunden aufzubrechen und noch vor 10 Uhr an dem Aussichtspunkt zu stehen. Erfahrungsgemäß haben Sie so die beste Möglichkeit einen klaren Blick in das Umland zu genießen. Die wilde Natur bereitet sich vor den Füßen aus und reicht scheinbar bis ins Unendliche. Bei gutem Wetter kann man sogar den weitläufigen Udawalawe Nationalpark erspähen. Zur späteren Stunde steht man vor einer weißen Nebelwand, die den faszinierenden Blick in die Weite blockiert. Ganz in der Nähe befindet sich der kleine Bruder der gigantischen Klippe, das „Small World´s End“. Der vergleichsweise kleine Abgrund ist schwindelerregende 270m hoch und besticht durch seinen ganz eigenen faszinierenden Ausblick. Wer gerne einen ganzen Tag wandern und klettern möchte, sollte die 22km zum Gipfel des Kirigalpota auf sich nehmen. Ein anspruchsvoller Weg, der mit einen schönen Ausblick vom Gipfel des zweitgrößten Berges der Insel belohnt wird. Wer sich gerne einen Überblick des Horton Plains Nationalpark verschaffen will, sollte einen der Rundwege wählen, die einen abwechslungsreichen Tour zwischen zwei bis drei Stunden verspricht. Auch der kleinere Berg Totapola ist eine schöne Alternative und der Gipfel ist nach 6 km Natur erreicht. Ein weitere Attraktion ist der sprudelnde Baker´s Wasserfall. Aus 20m Höhe rauscht das Wasser in freien Fall in die Tiefe und bietet einen malerischen Anblick.

Unabhängig davon, für welchen Trekkingweg man sich entscheidet, begegnen Ihnen die tierischen Bewohner des Parks. Besucher werden von bunten Vögeln, wilden Affen und anderen exotischen Tieren begleitet. Halten Sie die Augen auf und machen Sie sich auf die Suche nach den bunten Tieren.

Die Geschichte des Parks

Der erste offizielle Name des Nationalparks war Maha Eliya Thenna, was soviel wie „große offenen Ebene“ bedeutet. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt der Horton Plains Nationalpark, durch einen britischen Gouverneur, seinen jetzigen Namen. Mit harter Handarbeit wurden viele Jahre teure Schätze, wie Saphire und Ruine, abgebaut. Erst 1988 wurde das Gebiet zu einem Nationalpark umgewandelt und beherbergt eine einzigartige Flora und Fauna, sowie eines der wenigen Nebelwaldgebiete Sri Lankas. Seit 2010 steht der Horton Plains Nationalpark auf der Liste des UNSECO-Weltnaturerbes. 

Die beste Reisezeit

Der Horton Plains Nationalpark ist eines der kühlsten Gebiete der Insel und weist weniger Sonnenstunden zum Vergleich der restlichen Orte Sri Lankas auf. Die Tagestemperaturen steigen bis zu 27°C und fallen in der Nacht gerne unter 5°C, sodass große Temperaturschwankungen entstehen. Zwischen den Monaten Mai und September regnet es viel, was eine klare Sicht beeinträchtigt. Außerdem ist mit starkem Wind zu rechnen. Diese Jahreszeit ist weniger empfehlenswert, um eine Trekkingtour im Park zu planen. Die Monate Januar bis März weisen die wenigste Niederschlagsmenge auf und im Monat Februar kommt es häufig zu Bodenfrost.

Um einen unvergesslichen Ausflug im Horton Plains zu erleben, sollten Sie die Monate zwischen Oktober und März wählen. Wer die schöne Aussicht in Ruhe genießen will, sollte früh am Morgen aufbrechen. Erfahrungsgemäß ist bis ca. 10 Uhr nebel- und wolkenfrei und anschließend beschweren dicke Wolken die Sicht.

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