Sinharaja Nationalpark

Alles das, was man sich unter einem wilden Dschungel vorstellt, bekommt man im Sinharaja Nationalpark zu Gesicht: Tropisches Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit, giftige und faszinierende Tiere, Informationen über den natürlichen Kreislauf des Dschungels und unvergessliche Erlebnisse. Die einheimischen Guides nehmen einen mit in die fremde Welt und können eigentliche jede Frage über den Sinharaja Nationalpark beantworten. Nicht viele Touristen besuchen dieses Gebiet und so kann man eine Safari ungestört genießen. 

Lage und Anreise

Der Sinharaja Forest liegt südlich auf Sri Lanka und ist ungefähr 100km von dem Küstenort Hikkaduwa entfernt. Eingegrenzt wird der Park von zwei Flüssen, der Koskulana Ganga bestimmt die Grenze im Norden und der Gin Ganga im Süden. Das gesamte Gebiet umfasst eine Fläche von rund 19.000 ha. Die Eingänge in den Sinharaja Nationalpark liegen im Nordwesten, in Kudawa oder in Mederapitiya. Die beiden Zugänge erreicht man am einfachsten über das kleine Stadt Deniyaya. In Kudawa können auch die Eintrittskarten gekauft werden und die Guides gebucht werden. Anreisen kann man wunderbar von den südlichen Küstenregionen, von den kulturellen Städten im Inselinneren oder auch von Colombo aus. Es gibt tägliche Verbindungen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Die beste Reisezeit

Die gute Nachricht: Man kann den Sinharaja Nationalpark das ganze Jahr über besuchen. Es herrschen durchschnittliche Temperaturen von 24°C und die Luftfeuchtigkeit liegt ebenfalls das ganze Jahr bei ca. 85%. Es herrscht also ein typisches Klima für einen Regenwald. Es regnet häufig, jedoch sind die tropischen Schauer kurz, aber umso stärker. In den Monaten August und September, sowie von Januar bis Anfang April fällt verhältnismäßig weniger Regen als in den anderen Monaten. 

Warum sollte ich den Sinharaja Nationalpark besuchen?!

Auf dem ersten Blick ist ein Ausflug in den Sinharaja Regenwald vielleicht ein wenig abschreckend. Man wird von einer hohen Luftfeuchtigkeit empfangen, die einen zum Schwitzen bringt, man wandert über schmale Trampelpfade und freche Insekten haften sich an die eigene Kleidung. Dennoch steht der Sinharaja Regenwald seit 1988 auf der Liste der UNESCO Weltnaturerben. Der Urwald ist eine dauerhaft grüne Oase mit einer außergewöhnlichen biologischen Vielfalt. Die höchsten Bäume ragen stolze 60 Meter in den Himmel und wirken vom Boden aus gigantisch. Sobald man die ersten Schritte in den Sinharaja Regenwald setzt, wird es dunkler und keine Sonnenstrahlen finden den Weg durch das grüne Dach der Natur. Gut kann man eine Wanderung von der kleinen Stadt Deniyaya aus starten. Durch die stetige feuchte Luft sind alle Holzbauten in Deniyaya von der Natur gekennzeichnet - hier kann man sich gut auf die Stimmung im Regenwald einstimmen.

Anders als in den meisten Nationalparks auf Sri Lanka erkundet man den Sinharaja Dschungel bei einer Wanderung und nicht während einer Jeep Safari. Wanderungen in den Nationalpark werden von örtlichen Guides begleitet, die jedes Insekt und jedes Blatt des Dschungels kennen. Sie erzählen viel über die faszinierende Natur und bringen einem ihr Heimatland näher. Sie machen immer wieder auf die lebendigen Bewohner des Dschungels aufmerksam, die ein ungeschultes Auge nur selten sieht. Die Tiere sind Spezialisten im tarnen. Chamäleon sitzen an der Baumrinde und bleiben unbemerkt. Eine beeindruckende Vogelwelt singt laut und gibt dem Urwald bunte Farbkleckse. Schreiende Affen hangeln sich von Baum zu Baum und exotische Insekten gucken einen mit Ihren giftgrünen Augen an. Auch wenige Leoparden leben noch hier, lassen sich aber sehr selten blicken. Dafür streifen flinke Schlangen die Wege und zeigen gerne ihre Giftzähne, die nicht immer ungefährlich sind. Aber auch hier wissen die Einheimischen, von welchen Schlangen man besser Abstand halten sollte. Wie für einen Regenwald typisch, kommt es auch im Sinharaja Nationalpark zu tropischen Schauern. Die Regenfälle sind kurz, aber dafür umso heftiger. Große, dicht Tropfen fallen vom Himmel und versorgen die grüne Lunge mit Wasser. Die Regenwand verhindert oft die Sicht. Wer nicht bis auf die Haut durch geweicht sein möchte, sucht am Besten einen Unterschlupf, bis der natürliche Schauer vorüber ist. Anschließend riecht die Luft besonders frisch, wie auf keinem anderen Fleck der Insel.

Während einer unfassbaren Wanderung, geht man oft hintereinander auf schmalen, matschigen Wegen. Der Guide befreit den Weg von dem schnell wachsenden Grün und bahnt sich als ersten den Weg durch das Dickicht. So geht die Reise durch den Dschungel nicht einfach geradeaus. Man steigt über Wurzeln, bückt sich unter einem Ast durch, springt über einen kleinen Bach, balanciert über Hängebrücke und rutscht Hügeln runter. Blumenliebhaber werden sich über die prächtige Blumenwelt freuen. Im Nationalpark wachsen zum Beispiel farbenfrohe Orchideen, beeindruckende Dieffenbachie und besonders Fleißige Lieschen. Alle Blumen sind ein wenig größer und prächtiger, als die auf unseren Fensterbänken. Auch wilde Kräuter, stabiler Bambus und Gewürze wie Chili und Ingwer wachsen in dem Gebiet. In den höheren Ebenen befindet sich ein dichter Baumbestand. Insgesamt weist der Sinharaja Nationalpark 5 verschiedene Vegetationsstufen auf. Ein strudelnder Fluss verläuft quer durch den Urwald und dient als natürliche Wasserquelle. Einen Ausflug in den Nationalpark ist sportlich nicht sehr anstrengend und kann von einem Halbtages – bis zu einem Ganztagesausflug variiert werden. Die großen Abenteurer können optional in einem Camp im Dschungel übernachten. 

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