Anuradhapura

Nördlich auf Sri Lanka gelegen, befindet sich die antike Stadt Anuradhapura. Sie war lange Zeit Hauptstadt der Insel und erzählt die Geschichte von mehreren Königsdynastien. Bei dem Besuch der idyllischen Anlage besichtigt man verschiedene Bauten aus dieser Zeit. Besonders bekannt ist der imponierende Bodhi-Baum, der die Stadt zum heiligsten Ort Sri Lankas macht. Mehrere reizende Stauseen, beeindruckende Stupas und informative Museen erwarten die Touristen. Gläubige Einheimische kommen täglich zu den heiligen Gebäuden, um ihren religiösen Ritualen nach zugehen. Sie geben einen Eindruck in den Alltag der Sri Lanker und verleihen Anuradhapura eine besondere Ausstrahlung. 

Lage & Anreise

Anuradhapura ist in der nördlichen Zentralprovinz und in der Nähe des Wilpattu Nationalparks gelegen. Östlich der Stadt befindet sich Mihintale und wenn man in Richtung Süden fährt, kommt man nach Dambulla. Die ehemalige Hauptstadt ist gut und einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Ab den größeren Städten, wie Colombo, gibt es regelmäßige Zugverbindungen, die eine unkomplizierte Anreise versprechen. Alternativ fahren regelmäßig Busse, die auch aus den kleineren Städten starten. Von Colombo aus fährt man ca. 4 Stunden bis nach Anuradhapura und von Trincomalee erreicht man die antike Stadt schon nach ca. 2 Stunden Fahrzeit.

Beste Reisezeit

Der Norden Sri Lankas ist das ganze Jahr gut zu bereisen. Lediglich in den Monaten Oktober bis Dezember bringt der Nordmonsun geringfügigen Niederschlag, der aber trotzdem eine Reise nach Anuradhapura zulässt. Die Temperaturen bewegen sich ganzjährig zwischen angenehme 25°C und 30°C. 

Geschichte

Die Geschichte von Anruadhapura ist lang. Sie startet bereits 400 Jahre vor der Geburt Christus, als König Pandukabhaya die Stadt gründete und von hier aus sein Königreich regierte. Es folgten rund 250 weitere königliche Herrscher, die prachtvolle Bauten errichteten. Bis zum 10. Jahrhundert nach Christi war Anurdahapura die Hauptstadt Sri Lankas, sowie das kulturelle Zentrum der Insel. Heute spaltet sich die Stadt in zwei Teile: der moderne, bewohnte Part, der mit rund 60.000 Einwohnern die Hauptstadt der Zentralprovinz bildet und der antike Teil, wo einst die prachtvollen Königsbauten errichtet worden sind. 

Was gibt’s zu sehn

Anuradhapura ist bekannt für seine kulturellen Highlights. Die gesamte Anlage ist durchzogen von Wassergräben und beherbergt mehrere Stauseen. Diese wurden zusammen mit der ersten Königsstadt angelegt, um die Bevölkerung mit überlebensnotwendigem Wasser zu versorgen. Der Weg zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt führt vorbei an verschiedenen Ruinen, an denen die Spuren der Zeit deutlich erkennbar sind. Direkt am Stausee Basawak Kulama befinden sich die Reste des Klostergebäudes Maha Vihara, welches aus dem dritten Jahrhundert vor Christi stammt. Es war einst eines der wichtigsten Universitäten, wo die Lehre Buddhas unterrichtet wurde. So kamen unter Anderem Schüler aus Birma, Thailand und Laos, um sich in dem Kloster ausbilden zu lassen. Anuradhapura beherbergt die älteste Dagoba, ein Bauwerk, das Buddha symbolisiert. Sie wurde im 3. Jahrhundert vor Christus von dem Sohn des damaligen indischen Kaisers erbaut. Der indische Prinz kam nach Sri Lanka, um den Buddhismus auf dem Inselstaat zu lehren und zu verbreiten. Die kreisförmigen Grabhügel dienten ursprünglich als Ruhestätten der königlichen Herrscher. Seit dem frühen Buddhismus wurden Sie für die Reliquien Buddhas oder für bedeutende Mönche erbaut. Laut Sage befindet sich unter dem ersten Stupa Sri Lankas der rechte Kieferknochen Buddhas und wird deswegen als besonders heilig angesehen.

Ebenfalls steht in der beeindruckenden Stadt eines der größten Gebäude des Buddhismus. Die einst 110m hohe Ruwanweliseya Dagoba. Sie wurde 150 v. Chr. errichtet und mit der Zeit mehrmals renoviert. Die schneeweiße Kuppel ragt über ganz Anuradhapura und ist schon von weitem zu erkennen. Sobald man Außen vor der Dagoba steht, ist deutlich zu spüren, wie bedeutend dieses Bauwerk für die Gläubigen ist. Mönche beten rund um den großartigen Stupa und verleihen einen mystischen Eindruck. Verziert wird der Stupa durch vier Eingänge, die in alle Himmelsrichtungen ausgerichtet sind und einem gemeißelten Ring auf dem Boden, der mit über 300 Elefanten geschmückt ist. Sie sollten einen Blick ins Innere wagen, denn Sie werden von dem imposanten Bau beeindruckt sein. Bitte denken Sie daran Ihre Schuhe vor dem Betreten auszuziehen, um die Gläubigen nicht zu verletzen. Ein weiteres, bedeutendes Klosterkomplex ist das Jetavana Vihara. Besonders bekannt ist es durch die Jetavana Dagoba. Nach Erbauung hatte sie eine stolze Höhe von 122m und war, nach den Pyramiden von Gizeh, das größte Gebäude der Welt. Im Laufe der Zeit war der Stupa jahrelang von wildem Dschungel überwuchert. Nachdem das Gebäude aufwendig befreit und renoviert wurde, misst es nur noch eine Höhe von ca. 70m. Das Jetavana Museum schließt der Dagoba an und stellt Fundstücke der Wiederausgrabung aus, die während der aufwendigen Restaurierung gefunden worden sind.

Wenn Sie in Anuradhapura sind, müssen Sie den heiligsten Ort der Insel besuchen: den Jaya Maha Bodhi Siri. Besser bekannt als heiliger Bodhi-Baum. 250 vor Christus brachte die Prinzessin aus Indien einen Zweig von dem Bodhi Baum aus Indien mit, wo Siddharta Gautama seine Erleuchtung als Buddha fand. Gepflanzt wurde der Zweig in Anuradhapura, was seither der heiligste Ort der Insel ist. Noch heute pilgern alle Gläubigen zu dem alten Baum, um ihre Gebete zu sprechen. Eine buddhistische Stimmung bereitet sich rund um den eingezäunten Baum aus. Um das Heiligtum zu beschützen wurden Bäume in der näheren Umgebung angepflanzt, damit die wilden Tiere nicht an den Bodhi Baum gelangen. Auch Touristen sollten die Regeln des Buddhismus beachten: die Knie und Schultern sollten bei einem Besuch bedeckt sein und die Schuhe sind vorher auszuziehen.

Ein weiteres Highlight und vielleicht auch das schönste der gesamten Anlage ist der Felsentempel Isurumuniya. Hier erwartet Sie ein alter Klosterkomplex mit seinen prachtvollen Skulpturen. Ursprünglich wurde die prächtige Anlage hoch auf dem Felsen erbaut, um die heiligen Zahnreliquien Buddhas sicher aufzubewahren. Später wurden in dem Kloster jedoch die Kinder aus den oberen Kasten unterrichtet, um Sie hier religiös auszubilden. Der massive Eingang ist idyllisch an einem See gelegen und wird von zwei, in den Stein geschnitzten, Elefanten verziert. Im Inneren befinden sich goldenen Buddha Figuren und traumhafte Malereien, die die landestypische Religion darstellen. Zu der Anlage gehört ebenfalls ein kleines Museum, welches mehrere steinerne Ausstellungsstücke beherbergt. Auf der gesamten, weitläufigen Anlage in Anurdahapura begegnen Ihnen weitere Ruinen der Vergangenheit, die alle eine eigene Geschichte erzählen. Die Einheimischen bieten ihre Dienste als Taxifahrer an und so können Sie auch mit einem landestypischen Tuk Tuk durch die Anlage fahren. Ein abwechslungsreicher Spaß!

Wenn Sie neugierig geworden sind und das antike Anuradhapura besuchen möchte, helfen wir Ihnen gerne! Wir erstellen Ihnen gerne eine individuelle SriLanka Rundreise! Rufen Sie uns an unter 0221-93372-861, schicken Sie uns eine Email an team@srilankaneo.de oder füllen Sie schnell und einfach unser Anfrageformular aus. Wir rufen Sie schnellstmöglich zurück und besprechen alle notwendigen Details.

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