Dambulla

Dambulla gehört zu den heiligsten Orte der Insel. Die Stadt liegt im Landesinneren des Inselstaates und ist bekannt für die goldenen Höhlentempel. Auf einem Streifzug durch die Anlage, sind neben dem Museum, die 5 bunten Höhlen die Highlights. Im Inneren finden Sie zahlreiche Buddha Statuen, die eine ganz eigene Geschichte der Zeit erzählen. Bestaunen Sie die bunt verzierten Wände und wunderschöne Malereien, die das Leben Buddhas darstellen. Noch heute leben die traditionellen Mönche in der Anlage und veranschaulichen eine jahrhundertalte Kultur. 

Lage & Anreise

Dambulla ist in der Zentralprovinz Sri Lankas gelegen. Die Stadt liegt ca. 150 km von Colombo, ungefähr 70 km von Kandy und ca. 20 km von Sigiriya entfernt. Die gut ausgebauten Straßen führen durch eine facettenreiche Landschaft und sind sehr gut mit dem Auto befahrbar. Ein Stück außerhalb des Stadtzentrums von Dambulla liegt, eingebettet in der grünen Natur, die heilige Tempelanlage. Dambulla beherbergt keinen Bahnhof und ist somit nicht mit dem Zug erreichbar. Wer trotzdem mit dem Zug reisen möchte, steigt am Besten an der nahegelegenen Bahnstation in Habarana aus. Auch mit dem Bus gelangt man zu der Tempelanlage. Gute, tägliche Verbindungen gibt es zum Beispiel aus Kandy. 

Beste Reisezeit

Die Zeit zwischen März und November ist ideal, um nach Dambulla zu reisen. Es erwarten Sie angenehm warme Temperaturen und Regen fällt eher selten. Sie können in Ruhe die heiligen Höhlentempel erforschen, ohne vom Regen überrascht zu werden. Die Höhlen bieten einen wohltuenden Schatten in den warmen Mittagsstunden. 

Geschichte

Die Geschichte der goldenen Felsentempel von Dambulla führt bis ins 1. Jahrhundert vor Christus zurück. In dieser Zeit wurden die beeindruckenden Höhlen in den Stein geschlagen und eine geheimnisvolle Anlage entstand. Um 104 vor Christus flüchtete König Valagama Bahu in die Höhlenanlage und fand mit Hilfe einheimischer Mönche 14 Jahre Schutz vor indischen Besetzern. Aus Dankbarkeit erbaute König Valagama Bahu die meisterhafte Tempelanlage. Im 11., 12. und 18. Jahrhundert wurden die heiligen Kunstwerke immer wieder renoviert und erneuert. Die gesamte Anlage ist heute für Touristen geöffnet und seit 1991 zählen die Felsentempel von Dambulla zum UNESCO Weltkulturerbe. 

Sehenswürdigkeiten

Wenn Sie vor einer riesigen, goldenen Buddha Statue stehen sind Sie in Dambulla angekommen. Die Stadt ist bekannt für ihre einmaligen Höhlentempel, die in einem beeindruckenden Felsen erbaut worden sind. Im Inneren der Höhlen warten märchenhafte Malereien auf Sie. Die bunt verzierten Wände zeigen Bilder von Buddha und verschiedenen Göttern. Mit mühevoller Handarbeit wurden diese in den harten Stein gemeißelt. Ebenfalls begegnen Ihnen gut erhaltene Fresken aus dem 15. und 18. Jahrhundert. Direkt am Anfang empfängt Sie ein riesiges Maul eines Löwens, durch das Sie in das buddhistische Museum der Anlage gelangen. Seit dem 1. Jahrhundert ist das ursprüngliche Kloster der Anlage von Mönchen besetzt. Begegnen Sie den traditionellen Gläubigen in ihren orangen Gewändern, wie sie Ihren Alltag gestalten. Die goldenen Höhlentempel bestehen aus 5 Grotten, die man durch separate Eingänge erreicht. Jede der fünf Grotten erzählt ihre eigene Geschichte. Die erste Höhle ist von einem 14 Meter langen Buddha geprägt. Der liegende Riese schimmert in goldener Farbe. Die Wände sind ausnahmslos mit bunten Verzierungen bemalt und weitere Statuen schmücken den engen Raum. Ebenfalls beeindruckend sind die 60 verschiedenen Statuen in der zweiten Felsengrotte. Hier erhalten Sie einen Eindruck, welch eine große Rolle der Buddhismus in Sri Lanka hat. Es erwartet Sie eine Stupa, die von vier Buddhas bewacht wird. Auch der restliche Teil der Höhle wird von verschiedenen Statuen geprägt, die die verschiedenen Körperhaltungen Buddhas darstellen und somit eine eigene Geschichte erzählen. Durch das spärliche Licht der Felsengrotte entsteht ein ganz besonderes Flair. Die Bemalungen erzählen von Buddhas Leben und seinen Begegnungen. Besonders heilig ist die Auffangschale auf der rechten Seite, wo auch bei den heißesten Temperaturen Wasser von der Höhlendecke hinein tropft. Das heilige Wasser wird für traditionelle Rituale der Heiligen genutzt. Die dritte Höhle trägt den Namen „Der große neue Tempel“. Sie wurde von König Kirti Sri Rajasinha erbaut, dessen gut erhaltene Statue am Eingang steht. In der Mitte der bedeutenden Höhle sitzt eine lebensgroße Buddha Statue und rund weitere 60 sitzende bzw. stehende Skulpturen verzieren das Innere. Weiter geht Ihre Reise in die vierte Felsengrotte namens „Die Höhle des westlichen Tempels“. Am Anfang des 20. Jahrhundert wurde diese zum Teil aufwendig renoviert und bis heute schimmert sie in prachtvollen Farben. Schlendern Sie durch das Innere und entdecken Sie eine kleine Stupa, die einst von Dieben aufgebrochen wurde. Kleinere bunte Statuen wurden in einer typischen Meditationshaltung erbaut und verzieren die kleine Höhle. Die fünften und letzten Höhle, ist zugleich die jüngste und somit besterhaltenste auf der gesamten Anlage. Anders als in den anderen vier Höhlentempeln sind hier alle Skulpturen aus Gips und Backsteinen entstanden. Genießen Sie noch einmal den Anblick der jahrhundertalten Kultur, bevor Sie endgültig in das wohltuende Tageslicht zurückkehren. 

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